Der Cyber Schadensbericht 2025 macht deutlich, dass sich die Cyberrisikolandschaft in Europa strukturell verändert hat. Die Schadenfrequenz ist im gesamten Portfolio von Stoïk gestiegen. Das liegt nicht nur an einer höheren Anzahl von Angriffen, sondern auch an veränderten Mechanismen bei Erkennung, Meldung und Reaktion.
Die Daten für 2025 zeigen:
- Cyberangriffe erfolgen schneller und sind stärker automatisiert
- Vorfälle werden durch Managed Detection and Response deutlich früher und breiter erkannt
- Cyberversicherung wird früher und systematischer als operatives Instrument genutzt
Business Email Compromise und Betrug bleiben die wichtigsten Treiber nach Volumen. Sie setzen bei alltäglichen Geschäftsprozessen an und werden zunehmend durch KI-gestützte Täuschung professionalisiert.
Ransomware tritt seltener auf, bleibt aber die gravierendste Bedrohung. Ob ein Angriff eingedämmt werden kann oder zu einer umfassenden Betriebsunterbrechung führt, entscheidet sich oft innerhalb weniger Minuten. Eine durchgängige Überwachung und eine klar strukturierte Reaktion im Ernstfall sind daher ausschlaggebend.
Mit Blick auf 2026 werden regulatorische Anforderungen wie NIS2, die stärkere operative Verankerung der Cyberversicherung sowie der wachsende Einsatz künstlicher Intelligenz die Cyberrisikolandschaft weiter prägen.

„Digitale Resilienz bedeutet heute, Abhängigkeiten aktiv zu managen. Wer seine Softwarelieferkette, Cloud-Zugänge und Dienstleister nicht in das eigene Sicherheitskonzept integriert, unterschätzt das systemische Risiko. Krisenfest sind diejenigen Organisationen, die Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und koordinierte Reaktionsfähigkeit aufgebaut haben.“